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Versammlung der Gemeinderäte der ILEK-Gemeinden am 17.07.2014

Bis vor kurzem stand noch auf der Eisinger Homepage, dass heute in der Erbachhalle eine gemeinsame Gemeinderatssitzung der ILEK-Gemeinden(*) aus dem westlichen Landkreis Würzburg stattfindet. (ILEK = Integriertes ländliches Entwicklungskonzept)
Natürlich interessierte mich das. Da bis Dienstag aber noch keine Tagesordnung veröffentlicht worden war, rief ich die Gemeindeverwaltung an, um mich danach zu erkundigen. Da auch dort keine Tagesordnung vorlag wurde ich zur Bürgermeisterin verbunden.
Diese erklärte mir, dass es sich hierbei um eine nichtöffentliche Veranstaltung handelt. Geplant sei, dass noch einmal der ILEK-Bericht vorgestellt werden soll. Sie wolle sich aber wegen der Nichtöffentlichkeit noch einmal mit Herrn Fiederling (Bürgermeister Waldbrunn) besprechen und mich dann anrufen.
Am nächsten Tag bestätigte sie mir dann auch, dass bei der Veranstaltung keine Gäste zugelassen sind.

Ich erkundigte mich daraufhin bei Herrn Fiederling worauf der Ausschluss der Öffentlichkeit bei einer Gemeinderatssitzung begründet sei. (Anmerkung: Gemeinderatssitzungen dürfen laut Gemeindeordnung nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen nichtöffentlich sein.) Herr Fiederling gab mir die Auskunft, dass es sich nicht um eine Gemeinderatssitzung, sondern um eine Informationsveranstaltung handelt. Er war auch so nett mir die Einladung, die an die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden versandt worden war, zuzuschicken. Darin ist von einer „Versammlung der Gemeinderäte“ die Rede. Gegen die Nichöffentlichkeit einer solchen Versammlung ist rechtlich natürlich nichts einzuwenden.

Anmerkung: Auch wenn es keine rechtlichen Einwände gibt, kann man es doch eher ungünstig finden, dass die Wählerinnen und Wähler von einer solchen Veranstaltung, die sicher sehr interessant ist, ausgeschlossen werden.
Wie man an den Teilnehmerzahlen der Workshops ablesen kann, ist das ILEK bezüglich der Bürgerbeteiligung ein ganz großer Reinfall. Man hatte während der ganzen „Beteiligungsphase“ den Eindruck, dass seitens der Gemeinden kein großes Interesse bestand, die Bürgerinnen und Bürger in großem Umfang einzubinden.
Zudem wurde auch seitens der Gemeinderäte der beteiligten Gemeinden Kritik an dem Konzept geäußert.
Die Abschlussveranstaltung, die ja immer wieder als „Aufbruch“ dargestellt wurde, zeigte, dass es Differenzen zwischen den Gemeinden gibt. Hinweise darauf waren, dass kein Vorgehen für die Zukunft aufgezeigt wurde und das ILEK während dem Wahlkampf ruhen musste.
Da ist diese nichtöffentliche Veranstaltung dann nur noch ein i-Tüpfelchen. Der Grund für den Ausschluss von Gästen und Presse ist wohl nicht, dass inhaltlich gemauschelt werden soll. Ich glaube, dass vertuscht werden soll, dass das ILEK, das einiges an Geld und Zeit gekostet hat, wenig beliebt und seine Zukunft eher fraglich ist.

Aktualisierung vom 18.07.2014

Ein Gemeinderat, der an der Versammlung teilgenommen hatte, erzählte mir heute, dass es sich um eine reine Informationsveranstaltung zum Stand ILEK handelte. Besonders die neuen Gemeinderäte sollten hierüber informiert werden. Aber auch für die anderen Gemeinderäte gab es wohl neue und interessante Informationen.
Demnächst müssen dann in den Gemeinderatssitzungen der teilnehmende Gemeinden Beschlüsse zum ILEK gefasst werden.
Es gab nur wenige Wortmeldungen und keine Diskussion.

Anmerkung: Es enttäuscht mich, dass Öffentlichkeit von dieser Informationsveranstaltung ausgeschlossen wurde. Es ist zwar schön, dass die Gemeinderäte nun wissen was Sache ist und neue Informationen bekamen, aber wer erklärt es den Bürgerinnen und Bürgern? Muss da jetzt jeder im Rathaus oder bei den Gemeinderäten anrufen?
Die Mitglieder der Gemeinderäte haben nun Hinweise darauf, worüber sie demnächst beschließen müssen. Die Bevölkerung hingegen bleibt außen vor. Und das bei diesem tollen Konzept mit so viel Bürgerbeteiligung. Ich weiß gerade nicht, ob das nun zum Lachen oder zum Weinen ist.

2. Aktualisierung vom 20.07.2014

Inzwischen ist auch ein Artikel in der Mainpost zu dieser Veranstaltung aufgetaucht. Herr Fiederling hatte mir am Telefon gesagt, dass die Presse nicht eingeladen wurde.

Anmerkung: Bei einer nicht-öffentlichen Veranstaltung hätte ich das auch so erwartet. Aber offensichtlich wurden nur die Bürgerinnen und Bürger draußen gelassen, damit sich diese kein eigenes Bild zur Lage machen können. Die Presse war wohl da, dass festgehalten wird, wie sich die Gemeinderäte unermüdlich für ihre Wähler einsetzen. Und das vorzugsweise ohne von selbigen gestört zu werden.

(*) Beteiligt am ILEK des westlichen Landkreises Würzburg sind die 13 Gemeinden:

Familientag der UBE

Am gestrigen Sonntag organisierten die UBE am 12:00 einen Familiennachmittag.
Als ich mit meiner Familie kurz nach Mittag beim TSV Sportheim ankam, war die Veranstaltung schon gut besucht. Es gab verschiedene Gerichte (Schnitzel, Nudeln, Rindfleisch und Pommes) zu sehr erschwinglichen Preisen.
Wer eine Wahlveranstaltung mit vielen Reden erwartet hatte, wurde aber enttäuscht. Außer eine kurzen Begrüßung durch Frau Engert gab es keine Reden und die Wahlwerbung beschränkte sich auf einige wenige Plakate.
Nach dem Essen hatte man Gelegenheit sich nett zu unterhalten und die Kinder wurden von einem Zauberer beschäftigt und konnten Fußball spielen.
Die Veranstalter teilten mir mit, dass sie einen Überschuss in Höhe von 415,20 Euro erwirtschaftet haben, die in Form von Spenden dem Kindergarten und den beiden Eisinger Seniorenkreisen zugute kommen sollen. Bilder von dem Ereignis soll es bald auf der Homepage der UBE geben.

Mein Fazit zum ILEK

Mit dem Konzept zur ländlichen Entwicklung im westlichen Landkreis Würzburg hatten sich die Organisatoren eine ziemlich große Aufgabe gestellt. Wie sich die Situation jetzt, nach der Abschlussveranstaltung darstellt, war die Aufgabe wohl etwas zu groß.
Das ganze Unterfangen begann mit einer Auftaktveranstaltung im Januar 2013 und zog sich dann mehr als ein Jahr bis zum Abschluss im Februar hin.
In dieser Zeit war ich bei fast allen öffentlichen Veranstaltungen des ILEK anwesend. Verpasst habe ich nur die Auftaktveranstaltung und den Ortsworkshop in Uettingen. Dabei hatte ich Gelegenheit mit den meisten Bürgermeistern, sowie Gemeinderäten und Bürgern aus den beteiligten Gemeinden ein paar Worte zu wechseln und Gedanken auszutauschen. Dies ist mein Fazit, das ich aus meinen Beobachtungen und Gesprächen ziehe.

Die Zusammenstellung der Gemeinden

Wie auf der Abschlussveranstaltung zu erfahren war, entstand die Idee für das ILEK im westlichen Landkreis im Jahr 2011 bei einem Gespräch zwischen einigen Bürgermeistern. Zunächst war beabsichtigt nicht alle westlichen Gemeinden zusammenzufassen, sondern zwei Gruppen zu bilden. In der einen, die Gemeinden, die näher an Würzburg sind, in der anderen die Gemeinden, die von Würzburg weiter entfernt sind. Dies wurde aber wohl auf Anraten/Drängen (was auch immer) des Landratsamtes so geändert, dass schlussendlich dreizehn Gemeinden (ohne Höchberg!) zusammengewürfelt wurden. Übrigens: Warum Höchberg nicht dabei war, wurde nie erwähnt. Ich gebe aber auch zu, dass ich danach nicht explizit gefragt habe. Ich hätte das vielleicht tun sollen, denn es interessiert mich sehr.
Bei der Abschlussveranstaltung hat nahezu jeder Redner betont wie unterschiedlich diese Gemeinden und damit auch ihre Interessen sind. Das deutet ganz klar darauf hin, dass nicht nur ich die Sinnhaftigkeit dieser Zusammenstellung bezweifle.
Gerade wir in Eisingen wissen ein Lied davon zu singen, dass interkommunale Zusammenarbeit schon schwierig genug zu organisieren ist, wenn es nur um vier Gemeinden mit ähnlichen Interessen und bei einem einzelnen Thema geht. (Ich erinnere an die Neuorganisation der Wasserversorgung.) Wie das nun mit den unterschiedlichen Gemeinden bei ganz vielen Themen funktionieren soll erschließt sich mir noch nicht.

Die Motivation der Gemeinden

Aufgrund der Verschiedenheit der Gemeinden, war deren Motivation für die Teilnahme auch ganz unterschiedlich. Natürlich gibt es Ortschaften, die ganz klar die Vorteile von interkommunaler Zusammenarbeit sehen und diese auch eingehen wollen. Es gibt aber auch andere, die sagen, dass das Ganze eine riesige Belastung für die Verwaltung sein und man nur teilgenommen habe, um nicht „abgehängt“ zu werden und um mehr Fördergelder zu bekommen.

Die Auftaktveranstaltung

Zur Auftaktveranstaltung kann ich leider nichts sagen. Sie war eines von zwei (öffentlichen) Ereignissen im Rahmen des ILEK, bei denen ich nicht dabei sein konnte. Und bei beiden ärgert es mich noch immer gleichermaßen. Das zweite war der Ortsworkshop in Uettingen.

Die Werbung

Das ILEK war als Aktion mit viel Bürgerbeteiligung angekündigt worden. Um Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen, ist es auch notwendig sie zu informieren. Man muss ihnen erklären worum es geht, welche Ziele es gibt, was sie tun können, was von ihnen erwartet wird, wie groß die Chancen sind, dass sich etwas ändert und vieles mehr.
Was war die Realität in den beteiligten Gemeinden? Eine Anzeige im Mitteilungsblatt sowie ein Hinweis auf einigen wenigen Internetseiten. Einzig Neubrunn machte für den Ortsworkshop auch über Facebook Werbung. Dafür legten sie ihren Termin auf den gleichen Tag wie ein Champions-League-Spiel des FC Bayern München.
Am ILEK waren als externe Firmen ein Architekturbüro, eine Landschaftsarchitektin und die Universität Würzburg beteiligt. Das Projekt hat viel Zeit und wohl auch Geld gekostet. Meiner Ansicht nach hätte man durchaus auch noch eine Marketingagentur zu Rate ziehen können. Diese hätte den Gemeindeverwaltungen dann erklären können, welche Maßnahmen am geeignetsten sind die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, motivieren und damit am Gesamtprozess zu beteiligen.

Die Ortsworkshops

Wie ich schon erwähnt habe, machten die Gemeinden keinen nennenswerte Werbung für diese Veranstaltungen. Entsprechend gering war damit auch die Beteiligung der Bürger.
In der folgenden Tabelle habe ich die von mir ermittelten Zahlen zusammengefasst. Meine Zählung kann um bis zu zwei Personen nach unten oder oben abweichen. Leider sind dies dann zwischen 5 und 100 Prozent.
In der ersten Spalte der Tabelle steht die Gemeinde, dann die Bevölkerungszahl. Darauf folgt die Teilnehmerzahl in der Gemeinde am Ortsworkshop. In der vierten Spalte sehen Sie den prozentualen Anteil der Teilnehmer an der Gesamtbevölkerung. Die letzten drei Spalten geben an, wie viele von den Teilnehmern Frauen, Jugendlichen und Behinderte waren.
Man muss berücksichtigen, dass bei den gezählten Personen auch die Bürgermeister/innen und Gemeinderätinnen und -räte berücksichtigt wurden. Ich habe die Anwesenden nicht gefragt, ob sie sich auch politisch engagieren, aber ich schätze, dass man überall von 5-10 Personen ausgehen muss. Außer in Uettingen. Da waren es nur zwei. Sicher und gezählt.

Ort Bevölkerung Teilnehmer ges. % d. Bev. Teiln. Frauen Teiln. Jugendliche Teiln. Behinderte
Kleinrinderfeld 2100 15 0,7% 5 0 0
Remlingen 1500 16 1,1% 6 0 0
Waldbrunn 2600 26 1% 12 0 0
Eisingen 3400 24 0,7% 4 0 0
Kist 2500 15 0,6% 1 0 0
Uettingen 1800 2 0,1% 0 0 0
Hettstadt 3700 15 0,4% 4 0 0
Waldbüttelbrunn 4900 15 0,3% 7 1 0
Greußenheim 1600 13 0,8% 3 0 0
Altertheim 2000 17 0,8% 4 0 0
Neubrunn + Böttigheim 2700 18 0,7% 3 0 0
Holzkirchen + Wüstenzell 1400 36 2,6% 5 0 0
Helmstadt + Holzkirchhausen 2600 24 0,9% 6 0 0

Was die Tabelle zeigt ist, dass manche Bevölkerungsgruppen gar nicht vertreten und andere unterrepräsentiert waren. Frauen könnten sicher viel darüber sagen, was in ihren Gemeinden gut läuft und was nicht. Leider waren nur wenige da. Jugendliche haben ihre eigenen Bedürfnisse und Ansprüche, doch sie waren praktisch nicht vertreten. Und gerade auf die Interessen und Bedürfnisse von Behinderten muss dringend geachtet werden, doch es war kein einziger da, um zu sagen wo es vielleicht mit der Barrierefreiheit nicht zum Besten steht, wo er sich ausgeschlossen fühlt und natürlich auch, was ihm/ihr gut gefällt.
Die meisten Teilnehmer waren Männer mittleren Alters. Nicht, dass ich etwas gegen Männer mittleren Alters hätte. Ich zähle schließlich auch zu dieser Bevölkerungsgruppe. Aber ich hätte mir einfach gewünscht, dass auch andere teilnehmen und zu Wort melden.

Der Ideenworkshop in Helmstadt

Am 07.06.2013 fand der Ideenworkshop in Helmstadt statt. Es sollten dabei die in den Ortsworkshops vorgeschlagenen Ideen zu konkreten Projekten und Maßnahmen weiterentwickelt werden. Insgesamt sind ca. 32000 Einwohnern aus den 13 Gemeinden am ILEK beteiligt. Zu dem Ideenworkshop erschienen ganze 50 (in Worten: fünfzig) Bürgerinnen und Bürger, von denen mehr als die Hälfte Bürgermeister oder Gemeinderäte sind. Die anwesenden Bürgermeister schoben die geringe Personenzahl teilweise auf die Sonne, die an diesem Tag vom strahlend blauen Himmel schien. Wenn ich nun davon ausgehe, dass diese Annahme korrekt ist und bei schlechtem Wetter doppelt so viele Menschen gekommen wären, dann wären 0,32% statt 0,16% aller Bürgerinnen und Bürger im ILEK-Gebiet da gewesen.
Alles in Allem bestätigte dieser Ideenworkshop meine Beobachtungen und damit war das ILEK als Möglichkeit der Bürgerbeteiligung für mich endgültig gescheitert.

Alles was zwischendurch passierte

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die durchführenden Firmen wurden des öfteren gefragt, was im Rahmen des ILEK noch alles geschieht. Hier kamen immer die gleichen Antworten:

  1. Die Bürgermeister treffen sich mehrfach mit Experten
  2. Es gibt Fachvorträge für die Bürgermeister
  3. Die Verwaltungen müssen Unterlagen für die Architekten zusammenstellen

So weit, so nichtssagend. Es gab leider keine Auskünfte darüber was bei diesen Treffen geschehen ist. Weder Themen noch Eindrücke der Teilnehmer, noch Ergebnisse waren und sind für die Bürger in Erfahrung zu bringen. Auch welche Unterlagen für die Architekten interessant waren weiß man nicht. Und man kann noch weniger irgendwo nachsehen, wie viel das alles gekostet hat.
Hier wäre mehr Transparenz vorteilhaft gewesen.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die Homepage des ILEK hinweisen. Also auf die, die noch immer nicht existiert. Meiner Ansicht nach wäre es besser gewesen schon zu Beginn des ganzen Projekts eine solche Seite zu erstellen und zu pflegen. Dort hätte man alle Termine, Aktionen und Ergebnisse übersichtlich und leicht auffindbar darstellen können. So wie es im Moment ist, findet man im Internet zu dem Thema fast gar nichts. Testen sie es selbst: Geben Sie einfach mal bei Google die Begriffen „ILEK Eisingen“ ein. Ich bin ja schon ein bisschen stolz darauf, dass meine Seite bei den Ergebnissen oben steht, aber es wäre viel besser gewesen, wenn dort schon seit Monaten eine offizielle, gut gepflegte Informationsseite zu finden gewesen wäre.

Die Abschlussveranstaltung

Über die Abschlussveranstaltung in Eisingen hatte ich ja schon berichtet.
Ich möchte hier aber noch auf meine persönlichen Eindrücke von dieser Veranstaltung eingehen.
Es wurde von allen Rednern mehrfach betont, dass dies eigentlich keine Abschlussveranstaltung sei, sondern vielmehr der Startschuss für die weitere Zusammenarbeit. Ebenso wurde von allen erwähnt wie unterschiedlich die Gemeinden sind. Und was noch alle Ansprachen gemeinsam hatten: Es wurden keinerlei Projekte angekündigt, die man nun gemeinsam angehen wird.
Nach den Reden von Bürgermeistern, sowie die Fachvorträge der durchführenden Büros stattgefunden hatten, durften von den Anwesenden Frage gestellt werden. Ich meldete mich und wollte von Herrn Dr. Klein von der Universität Würzburg, der das Projekt begleitet hatte, wissen, welche Ergebnissen denn nun vorlägen. Ich fragte nach konkreten Projekten, die nun angegangen werden und ob regelmäßige Treffen und Konsultationen geplant sind. Er antwortete mir, dass dies tatsächlich noch nicht bekannt gegeben wurde. Dies wäre die Aufgaben von Herrn Menig aus Neubrunn, der die letzte Rede des Abends halten sollte.
Ich wartete also gespannt auf diese Ansprache. Und tatsächlich: Herr Menig sprach davon, dass man darüber nachdenkt irgendwann nach der Wahl ein paar einfache Projekte anzugehen.
Liebe Leserinnen und Leser, ich dachte, ich höre nicht recht. Nach Monaten Arbeit, Zeit und Geld möchte man „nach der Wahl einfache Projekte angehen“. Vertrauen in die sogenannte „Allianz“ der 13 Gemeinden und Optimismus für die Zusammenarbeit sieht für mich ganz anderes aus. Wenigstens ein Projekt hätte ich ja mal erwartet. Aber das…
Es soll eine Lenkungsgruppe geben, der die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister angehören. Also gerade die Personen, die in ihren Gemeinden meist sowieso schon bis zum Hals und darüber hinaus in Arbeit stecken, sollen das jetzt auch noch machen.
Ehrlich gesagt, sah dieser Abend für mich viel mehr nach einer Abschlussveranstaltung als nach einem Startschuss aus. Aber ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren.
Mich würde es hier sogar freuen, wenn ich nicht Recht habe und die Gemeinden vertrauensvoll und zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger zusammenarbeiten.

Schlusswort

Ich möchte am Ende noch ein paar Worte zum Thema „Bürgerbeteiligung“ verlieren. Warum? Einfach, weil ich sie wichtig finde.
Es hat mich nicht sehr überrascht, dass das mit der Bürgerbeteiligung beim ILEK nicht so recht geklappt hat. Es waren einfach beide Seiten, die Verwaltungen und die Bürger, zu unerfahren und unbeholfen.
In ganz Deutschland war es noch nie so richtig in Mode, die Menschen auch zwischen den Wahlen nach ihrer Meinung zu fragen. Entsprechend wenig wissen die Politiker und Verwaltungen darüber, wie man die Menschen dazu motiviert ihre Meinung zu sagen und sich einzubringen. Andererseits sind auch die Bürger es nicht gewohnt, dass man sie fragt und wissen daher nicht so genau, wie sie sich verhalten sollen, wenn es dann doch geschieht.
Ich wünsche mir eine Welt, in der es selbstverständlich ist, dass alle Einwohner einer Gemeinde immer wieder zu den verschiedensten Themen nach ihren Ideen und Wünschen gefragt werden. Aber in dieser Welt sollte es für die Befragten dann ebenso selbstverständlich sein, teilzunehmen und sich einzubringen.
Das ILEK war hier noch lange nicht das Ziel, sondern eher ein erster kleiner Versuch. Aber es waren schon oft viele Versuche nötig, bis aus Kleinem etwas wirklich Großes entstand.

ILEK Abschlussveranstaltung am 06.02.2014

Anmerkung: Nachdem ich fast alle Ortsworkshops und den Ideenworkshop des ILEK besucht hatte, war ich natürlich darauf gespannt, was jetzt, bei der Abschlussveranstaltung, an Ergebnissen vorlag. Umso enttäuschender war der Abend. Doch lesen Sie zunächst meinen kurzen Bericht.

Der Abend begann vielversprechend. Frau Engert begrüßte zahlreiche Gäste. Darunter waren unter anderem der Landrat Nuss, Vertreter des Amtes für ländliche Entwicklung, die Bürgermeister der 13 beteiligten Gemeinden sowie Vertreter von Betrieben, die das Projekt beratend begleiteten.
Sie erklärte, dass die Bezeichnung „Abschlussveranstaltung“ eigentlich nicht richtig sei. Es wäre vielmehr der Startschuss für die Zusammenarbeit der Gemeinden.
Danach stellte sie noch unsere Gemeinde mit alle ihren Vorzügen vor und übergab dann das Wort an Herrn Nuss.

Auch der Landrat wollte den Abend nicht als Abschluss, sondern vielmehr als Zwischenstation verstanden wissen. Er wies auf die Probleme und großen Aufgaben hin, denen sich die Gemeinden stellen müssen. Als Gefahr nannte er den demographischen Wandel und die zunehmende Verstädterung. Entwicklungspotenzial sah er beim ÖPNV und den Schulen. Lob gab es für die Gemeinden für ihren großen Einsatz bei der Kinderbetreuung, die, bei geforderten 35% Abdeckung, zuletzt 73% Abdeckung erreichte.
Er sprach sich für mehr Bürgerbeteiligung aus und wies darauf hin, dass man das ILEK als ständig weiterführenden Prozess betrachten müsse.

Die dritte Rede wurde von Herrn Armin Stumpf gehalten.
Herr Stumpf betonte die wachsende Bedeutung von familienfreundlichen Gemeinden.
Er wies darauf hin, dass Projekte immer dann erfolgreich sind, wenn sie gemeinsam mit den Bürgern geplant und durchgeführt werden. Auch sei dann die Akzeptanz unter der Bevölkerung viel größer. Schlussendlich müsse zwar der Gemeinderat die Entscheidungen treffen, doch die fielen leichter, wenn man die Meinung der Menschen kennt.
Dann hob er die große Bedeutung des Breitbandausbaus in den ländlichen Gemeinde hervor. Nicht nur große Firmen, sondern auch kleinere Betriebe sind inzwischen auf eine schnelle und stabile Internetanbindung angewiesen. Unternehmer suchen sich ihre Standorte auch nach dem Breitbandangebot aus und Gemeinde, die hier nicht punkten können, werden schnell abgehängt.
Im weitere Verlauf seiner Rede erklärte er, dass das Amt für ländliche Entwicklung den 13 Gemeinden auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Auch sei es möglich Förderung für das Management von Projekten zu erhalten. Er setze auf eine langfristige Zusammenarbeit.

Danach trat Herr Fiederling, der Bürgermeister von Waldbrunn und gewählter Sprecher der 13 Gemeinden des ILEK an das Rednerpult.
Er begann seine Rede mit der Feststellung, dass angesichts der Probleme, denen sich die Gemeinden gegenüber sehen, „Jammern nicht hilft“, sondern dass man sich diesen vielmehr stellen müsse. Hier bekomme auch die Zusammenarbeit eine immer größere Bedeutung. Dann erzählte er von der Entstehung des ILEK. Entstanden sei alles aus einem Gespräch im Jahr 2011, das dann zu einem Treffen der Bürgermeister 2012 führte. Trotz der Unterscheide zwischen den Gemeinden habe man auch genug gemeinsame Ziele gefunden, um sich zusammenzuschließen. Dann gab es eine Ausschreibung für das durchführende Planungsbüro. Hierbei hatten sich sieben Büros beworben, von denen dann drei in die engere Auswahl kamen. Schlussendlich habe man sich für das Büro Wegener aus Veitshöchheim entschieden. Es gab auch Treffen der Bürgermeister in allen dreizehn Gemeinden und auch schon erste Versuche der Zusammenarbeit im Rahmen des ÖPNV und der EDV-Ausstattung.

Nach diesen Reden fassten Dr. Klein von der Universität Würzburg, Herr Wegener und die Landschaftsarchitektin Glanz die bisherigen Ergebnisse des ILEK zusammen.
Danach schloss sich eine Fragerunde an. Themen in dieser Fragerunde waren die B26n, die Bürgerbeteiligung und Transparenz.

Zum Abschluss hielt noch Herr Menig, der Bürgermeiser von Neubrunn eine Rede, die einen Ausblick auf die Zukunft des ILEK geben sollte.

Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung gab es noch einen Imbiss und Getränke sowie die Möglichkeit das eine oder andere interessante Gespräch zu führen.

Anmerkung: Die Kürze des Berichts ist nicht meiner Lustlosigkeit, sondern eher dem mangelnden Informationsgehalt der Veranstaltung geschuldet. Ich wollte zuerst meine Meinung zum ILEK hier ans Ende schreiben. Allerdings habe ich ein paar mehr Worte dazu zu sagen, sodass ich mich entschlossen habe einen gesonderten Beitrag zu diesem Thema zu verfassen. Diesen werde ich noch im Laufe der Woche veröffentlichen.

In eigener Sache: Vorankündigung 12/2013

Es wurden schon mehrere Nachfragen an mich gerichtet, ob auf meiner Seite noch ein Bericht zur Veranstaltung der CSU, SPD und WVAN erscheinen wird.
Ich war selbstverständlich dort und habe mir Notizen gemacht.
Leider fehlen mir bei den Listenkandidaten der drei Fraktionen ein paar Berufs- und auch alle Altersangaben. Beim Mitschreiben von Eigennamen ist die Wortvorhersage auf meinem Tablet-Computer leider unbrauchbar. Daher war ich einfach zu langsam.
Falls mir die Fraktionen vollständige Listen zukommen lassen, dann werde ich diese gerne veröffentlichen (Listenplatz, Name, Alter, Beruf). Bitte ggf. per E-Mail an EisingenBlog at gmx.de schicken. Ansonsten muss ich meine lückenhaften Notizen verwenden.

Ich habe zur Zeit viele private und berufliche Termine und Aufgaben, sodass ich mit dem Schreiben nicht so schnell wie ich mir das selbst wünsche. Insbesondere bei Veranstaltungen wie diesen ist es aufwändig etwas zu schreiben, das sowohl ihrem Inhalt als auch ihrer Bedeutung gerecht wird.

Im Laufe der kommenden Woche werden aber sowohl ein Bericht als auch ein Kommentar dazu hier auf der Seite erscheinen. Versprochen.

Weihnachtsmarkt am 01.12.2013 in Eisingen

Am Sonntag, den 01.12. fand in Eisingen wieder ein Weihnachtsmarkt im Sankt Josefs-Stift statt. Etwa 25 Künstlerinnen und Künstler aus dem Stift, Eisingen und der Umgebung boten ihre Waren an.

Dazu gab es weihnachtliche und Unterhaltungsmusik. Für Essen und trinken sorgte die Turnabteilung des TSV mit großem Einsatz.

Neben schönen und leckeren Dingen konnte man auch Bekannte treffen und sich ein bisschen unterhalten.

Ich war dort, habe mich umgesehen und wurde dabei so nett angelacht, dass ich mich direkt verliebt habe – in eine kleine Dampflok „huhuuuu“. 🙂

Kleine Dampflok "Huhuuuu"

Kleine Dampflok „Huhuuuu“

Vielen Dank an die Organisatoren und die Beteiligten für die nette Zeit.

Ich habe ein paar Fotos gemacht, die zeigen wie vielfältig das Warenangebot auf dem kleinen Markt war. (Auf Bildern von Personen habe ich aus rechtlichen Gründen verzichtet.)

Anmerkung: Ich wurde von verschiedenen Seiten darum gebeten zu erwähnen, dass die Wahlwerbung auf dem Weihnachtsmarkt als störend und deplatziert empfunden wurde. Dem schließe ich mich hiermit an.

Es gab auf dem Markt:

Aufbewahrendes

Aufbewahrendes

Aufstellbares

Aufstellbares

Bemaltes

Bemaltes

Flüssiges

Flüssiges

Funkelndes

Funkelndes

Gemischtes

Gemischtes

Gestricktes und Gehäkeltes

Gestricktes und Gehäkeltes

Bildhaftes

Bildhaftes

Leckeres

Leckeres

Leuchtendes

Leuchtendes

Nikolausiges

Nikolausiges

Schützendes

Schützendes

Spiegelndes

Spiegelndes

Sterniges

Sterniges

Weihnachtliches

Weihnachtliches