Kinder müssen spielen

Freitag Abend war ich mit meiner Frau im Theater. Nicht im Stadttheater, sondern im viel kleineren Theater am Neunerplatz. Dort gibt es sehr unterhaltsame Stücke und es ist einfach gemütlich. Zudem unterstütze ich gerne kleinere kulturelle Projekte als solche, die eh schon mit Millionen subventioniert werden.
Aber eigentlich geht es ja gar nicht um meine Theatervorlieben. Der Punkt ist, dass das Theater direkt neben der Zellerauer Mittelschule liegt. Da wir etwas zu früh da waren, haben wir uns die Gegend etwas näher angesehen.
Dabei ist mir insbesondere der Pausenhof der Schule aufgefallen. Dort gibt es eine stattliche Anzahl von Kletter- und Spielgeräten sowie Aushänge, die das Basketball- und Fußballspielen während der Pausen regeln.
SchuleZellerau01
SchuleZellerau02
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SchuleZellerau04
SchuleZellerau05
SchuleZellerau06

Im Unterschied dazu sieht man hier die Ausstattung des Pausenhofs der Eisinger Schule:
PausenhofEisingen_2014_01
PausenhofEisingen_2014_02

Dazu muss man jetzt noch wissen, dass das Klettergerüst schon einmal gesperrt war, weil es zu gefährlich für die Schülerinnen und Schüler sein soll. Außerdem war das Rennen in den Pausen verboten (ich weiß nicht, ob dem noch so ist).
PlatzBernieres_FahrradständerKürzlich hat sogar ein Gemeinderat wegen den Fahrradständern, die am Platz Bernières aufgestellt werden sollen (siehe Bild rechts), Bedenken geäußert. Die Ausführung der Ständer lade Kinder dazu ein daran zu turnen, was dann wieder zu Unfällen führen kann.

Natürlich gibt es eine Fürsorgepflicht. Aber Fürsorge bedeutet meiner Meinung nach auch, dass man den Kindern die Möglichkeit gibt sich zu entfalten, sich zu bewegen, zu toben, zu schreien, Spaß zu haben, ihre Kraft zu prüfen, ihre Geschicklichkeit zu verbessern, und und und…
Zudem ist es widersinnig darüber zu jammern, dass sich die Kids nur noch mit Fernsehern, Handys und Computern beschäftigen und ihnen gleichzeitig alles andere wegzunehmen oder zu verbieten, weil es möglicherweise zu einem verschrammten Knie führen könnte.

Man kann Kinder nicht vor jeder noch so kleinen Gefahr bewahren. Man kann ihnen aber ermöglichen ihre eigenen Grenzen zu erkunden und kennenzulernen. Schließlich sollten sie in der Lage sein irgendwann auch ohne Fürsorge (über-)leben zu können.
Genau dazu müssen Kinder spielen, turnen, klettern, rennen. Auch in den Schulpausen und ebenso am Dorfplatz.

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8 Kommentare zu “Kinder müssen spielen

  1. Friedhem Hofmann 26. Mai 2014 um 08:50 Reply

    genau so sehe ich das auch, in Watte eingepackte Kids bringen der Gesellschaft nichts , beim kleinsten Problem fangen sie an zu jammern , da lobe ich mir den Spruch in meiner Jugend ( lang ist es her Bj.58) alles was uns nicht tötet macht uns nur noch härter , ich habe etliche Verletzungen beim spielen abbekommen und geschadet hat es nicht Gott sei Dank.

  2. Quo Vadis SPD - Eisingen 26. Mai 2014 um 22:03 Reply

    Na,
    mein lieber Herr Hofmann; wenigstens aus dem SPD – Ortsverein braucht man also keine Befürchtungen haben, dass den Kids die Abenteuerlust streitig gemacht wird. Die haben nämlich in ihrer Mitgliederversammlung vom 21. Mai ganz andere Themen favorisiert und damit bleibt dann wohl auch alles beim Alten.

    Die Senioren Eisingens können zukünftig auf die Erfahrung und Kompetenz des Neuzuganges des SPD – Ortsvereins aus dem Jahre 2013 – Herrn Manfred Wiesler – in der Rolle des Seniorenbeauftragten vertrauen.

    Und nur wenige Tage zählt der jüngste Spross – Uli Kiesel – als Neumitglied, zukünftiger Beisitzer und stolzer Besitzer des SPD – Parteibuches.

    Ebenfalls im Jahr 2013 ist Thomas Hepp zur SPD – Eisingen gestoßen und steht nun als neu gewählter Schriftführer der ASG im Gesundheitswesen den Bürgern und Bürgerinnen als hoffnungsvoller Unterstützer in Belangen des Gesundheitswesens zur Seite.

    Wenig Veränderungsbedarf hingegen sah man bei der Führung des Ortsvereins. Herr Dr. Thomas Neumann führt weiterhin die Geschicke der Genossen und Genossinen. Vertreten werden ihn dabei Herr Georg Bausewein und der Fraktionssprecher der SPD-Fraktion im Gemeinderat, Herr Dr. Helmut Kennerknecht. Als dritten Vertreter wählten die Genossen den zweiten Bürgermeister Herrn Hans Kohl. Seine Frau und ehemalige Gemeinderätin Ulrike Kohl in Doppelfunktion als Kassiererin, darf sich ebenfalls als Beisitzerin zusammen mit Uli Kiesel und Ortrud von Truchseß die Sitze teilen.
    Schriftführerin ist und bleibt die Ehefrau des Fraktionschefs, Jutta Kennerknecht.
    Ebenfalls fortführen darf die Ehefrau des Ortsvorstandes Frau Gesche Neumann, ihre Arbeit als Frauenbeauftragte.
    Und damit im Ortsverein auch formal und rechnerisch keine Beanstandungen zu vermelden sind, kümmern sich die altbewährten Herren Willibald Baumeister und Volker Müller weiterhin in ihrer Rolle als Revisor, um die rechtlichen Belange.

    Quelle: spd-eisingen

  3. Anonymus 27. Mai 2014 um 12:11 Reply

    Absolut richtig Herr Hartrich. Bei der Pausenhofausstattung kann man schon konstantieren, das der Eisinger im direkten Vergleich eine Beleidigung ist. Und dieses permamente „Kinder in Watte gepacke“ das angeblich alles in der Umgebung gefährlich und böse ist, ist schon lange nicht mehr zielführend.

    Meine Güte, ein aufgeschürftes Knie gehört dazu, auch das man sich mal auf die Nase legt. Da werden die lieben Kleinen schon nicht gleich dran sterben.

  4. Ein Erstwähler 28. Mai 2014 um 08:53 Reply

    Sehr geehrter Herr Hartrich,
    ich möchte mich hier an dieser Stelle einmal ausdrücklich bei Ihnen bedanken, daß Sie mit diesem Blog den Bürgern eine Möglichkeit geben, an Informationen über das Gemeindegeschehen auf einfachen und direkten Wege zu gelangen. Auch der Austausch von verschiedenen Meinungen und Standpunkten ist ein wichtiger Beitrag gegen die von allen Seiten bedauernde Politikverdrossenheit. Gerade Ihre persönlichen Beiträge sind nicht nur sehr informativ, sondern auch völlig neutral und objektiv verfasst. Sie bringen die Sache auf den Punkt. Ich hoffe Sie machen weiter, auch wenn es viel Zeitaufwand für sie bedeutet.

  5. Quo Vadis 28. Juni 2014 um 16:17 Reply

    Quo vadis – Gemeinderatspolitik in Eisingen

    Die SPD gibt in ihrem Blockbeitrag selbst die Antwort – es bleibt alles beim alten. Vor einigen Monaten schrieb der Stern über die SPD – sie sei eine Partei der alten Männer, die hinkende Nachhut der Moderne, die das verteilen wolle, was andere erwirtschaften.

    Auch bei uns ist die SPD-Fraktion die Fraktion der alten Männer. Wenn sie damit schon die Statistik bestätigt, sollte sie zumindest nicht auch noch die Klischees von „Alt“ und „anderer Leute Geld verteilen“ bedienen. Also weniger „Alters“starrsinn und Verteilerei, dafür Sachlichkeit und Kompromissfähigkeit. Herr Gemeinderat, 2. Bürgermeister und jüngster in der Fraktion, Hans Kohl, hier bauen wir auf SIE!

    Der Verlust des zweiten Sprachrohrs der WVAN lässt deutlich werden, dass nur einer Ruder und Steuer hält, die anderen sind nur Leichtmatrosen. Der Kurs ist klar, der Kapitän rückt keinen Millimeter vom bisherigen ab, Konfrontation, Konfrontation, Konfrontation. Eine „Meuterei auf der WVAN-Bounty“ täte gut, ist aber nicht zu erwarten.

    Die CSU ist kreuzlahm und willenlos. Monate- bzw. sogar jahrelang saß man mit den anderen in einem Nest, ließ sich dirigieren und vorsagen, was man zu wollen hat. Nun fiel man mit gestutzten Flügeln aus diesem Nest, wagt weder Neuanfang noch Profilierung. Dabei hätte man durchaus Stärken, die man einbringen könnte und zum Wohle der Gemeinde auch einbringen müsste.

    Die UBE samt Bürgermeisterin, großer Wahlsieger, erstarkt, aber nicht stark genug für eine „Alleinherrschaft“. Dies wäre auch nicht wünschenswert, aber bei den Konstellationen in unserer Gemeinde wird es zum Debakel. Denn bei uns geht es nicht darum, durch ein sachliches Auseinandersetzen mit dem Thema, das Beste für die Gemeinde zu erreichen. Wenn bei uns die UBE und die Bürgermeisterin für etwas sind, dann sind SPD aus Starrsinn, WVAN aus grundsätzlicher Konfrontation und CSU mangels eigenen Willens dagegen.

    Lichtblicke und Hoffnung, dass irgendwann doch diese Verkrustungen aufgebrochen werden können, versprechen sich die Bürger von den Räten der Grünen und der Initiative für Eisingen. Der Start war gut und es wäre uns allen zu wünschen, dass sie durchhalten.

  6. Quo Vadis 29. Juni 2014 um 10:11 Reply

    Blogbeitrag der SPD – Titel Quo vadis
    Die SPD führt darin als neues SPD-Mitglied Herrn Uli Kiesel an. Dies erstaunte mich sehr, da ich Herrn Uli Kiesel nicht unbedingt als Freund der SPD kennen gelernt habe. Ein wenig Recherche war notwendig, um darauf zu kommen, dass der Neusprössling nicht Uli Kiesel sondern Uli Knobloch ist.

    Zählt man bei der SPD nur als braver Parteisoldat, aber nicht als Mensch. Einen anderen Schluss lässt dieses mehrmalige Nennen im Blog-Beitrag „Uli Kiesel“ nicht zu.

    Wie man heißt, wer man ist, völlig wurscht, Hauptsache Du zahlst Deinen SPD-Mitgliedsbeitrag!

  7. Herr Rektor 19. September 2014 um 11:51 Reply

    Hallo liebe Eisinger,
    ich denke mein Beitrag passt am besten zu dieser Seite. Herr Hartich kann aber auch gerne einen eigenen Beitrag dazu verfassen, wäre es auf jeden Fall wert.

    Ich bin sehr entsetzt und verstehe die Welt nicht mehr. Ich habe erfahren, dass unsere Sprösslinge, welche jetzt am Dienstag neu in die Eisinger Schule kamen, die Anweisung von unserer lieben Schulrektorin bekamen die langersehnten und mit liebe gebastelten Schultüten bitte zuhause zu lassen, da dies den Unterricht stören würde.

    Ist das wirklich war?

    HALLLLLO, geht es noch! Arme Welt!

    Ein Dankeschön hiermit an die Rektorin unserer Schule, damit haben Sie gleich schon mal den ersten Schultag der Kinder versaut. Früher war es erst der 2. Tag 😉
    Jahrelang warten diese drauf, basteln sich eine Schultüte oder bekommen sie geschenkt. Ich erinnere mich noch, das war einfach ein großartiger Tag und alle waren aufgeregt. Einfach eine schöne Tradition.
    Und jetzt sowas, da fehlen mir die Worte.

    ….. schönes Wochenende.

  8. ML 19. September 2014 um 20:50 Reply

    Dann wartet mal ab und das war nur der Anfang 😉

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