Bericht: Vorstellung der Kandidaten von SPD, CSU und WVAN am 04.12.2013

Die Veranstaltung zur Vorstellung der Listenkandidaten der CSU, SPD und WVAN sowie des Bürgermeisterkandidaten dieser drei Fraktionen war ausführlich angekündigt worden.
Im Theatersaal des Sankt Josefs-Stifts war für 140 Personen bestuhlt und die verfügbaren Plätze waren auch besetzt.
Es gab kostenlose Getränke und Gebäck.

Eröffnung

Die Veranstaltung wurde mit wenigen Minuten Verspätung von Herrn Edward Christ eröffnet. Er gab auch den geplanten Verlauf des Abends bekannt:

  • Vorstellung der Listenkandidaten zur Gemeinderatswahl der SPD
  • Vorstellung der Listenkandidaten zur Gemeinderatswahl der CSU
  • Vorstellung der Listenkandidaten zur Gemeinderatswahl der WVAN
  • Vorstellung und Rede des Bürgermeisterkandidaten Helmut Fuchs
  • Fragen und Diskussion

Herr Christ fügte hinzu, dass sich die drei Fraktionen bei Treffen und Gesprächen außerhalb der Gemeinderatssitzungen geeinigt hätten und beschlossen hätten zusammenzuarbeiten.

Vorstellung der Listenkandidaten

Anmerkung: Es tut mir leid, dass die Listen nicht ganz komplett sind. Leider hat mir aber auch keine der drei Fraktionen eine komplette Liste zukommen lassen.

Danach stellte Herr Dr. Kennerknecht die zwölf Kandidaten der SPD vor. In seiner Einführungsrede beklagte er das schlechte Klima in den Gemeinderatssitzungen und erklärte, dass es nicht möglich sei, mit der Bürgermeisterin zu kommunizieren. Er beschrieb sich selbst als immer sachlich und analytisch.
Bei der Vorstellung der Kandidaten der SPD nannte er Namen, Berufe Alter, sowie eine kurze Aussage der einzelnen Kandidaten zu ihren Plänen oder Interessensgebieten.

Die Kandidaten der SPD sind:

  • Dr. Helmut Kennerknecht
  • Hans Kohl (ehem. Leiter des Standesamtes)
  • Dagmar Zeh (Rathaus/Verwaltung)
  • Manfred Wiesler (ehem. Pflegedirektor)
  • Stefan Kütt (selbstständig Unternehmer)
  • Uli Knobloch (Kraftfahrer)
  • Peter Luszczyk (Arbeitsamt)
  • Thomas Hepp (Krankenpfleger)
  • Volker Müller (dipl. Verwaltungswirt)
  • Dr. Thomas Neumann (Inhaber eines geisteswissenschaftlichen Verlags)
  • Markus Döll (Servicetechniker)
  • Ulrike Kohl (Sparkasse)

Die Vorstellung der CSU übernahm Herr Julian Hertzig, der auch der Vorsitzender des Ortsverbandes der CSU ist. Er ging in seiner kurzen Rede darauf ein, dass eine Demokratie von unterschiedlichen Meinungen und durch Menschen lebt.
Auch er nannte bei Kandidatenvorstellung Namen, Berufe Alter und eine kurze Aussage der einzelnen Kandidaten zu ihren Plänen oder Interessensgebieten.

Die Kandidaten der CSU sind:

  • Hermann Schmitt (Maurermeister)
  • Julian Hertzig (Marketing)
  • Frank Geisler (Justizvollzugsbeamter)
  • Marco Pfrang (Wasserbaumeister)
  • Agnes Riegler (Verwaltungsfachangestellte)
  • Wolfgang Paris (Sparkassenbetriebswirt)
  • Andrea Hebling-Giulio (Unternehmerin)
  • Alexander Wolf (Elektrotechniker)
  • Anni Pfeffer (Fachbereichsleiterin Verwaltung)
  • Dr. Herbert Trautner (Arzt)
  • Franz-Josef Hermann (Heizungsbaumeister)
  • Martina Croy (Hausfrau)
  • Edwin Nohl (kaufmännischer Angestellter)
  • Tanja Renner (Krankenschwester)
  • Thorsten Kiesel (technischer Dienst im Krankenhaus, Maler)
  • Franz Göldner (Koch)

Danach ergriff wieder Herr Christ das Wort und stellte die Kandidaten der WVAN vor. Dabei nannte er für jeden Kandidaten Name, Alter und Anschrift. Leider ging das schneller als bei den anderen, sodass ich hier in der Liste die größten Lücken habe. Ich bitte diesen Umstand zu entschuldigen.

Die Kandidaten der WVAN sind:

  • Edward Christ (ehem. Gemeindeangestellter)
  • Christian Kiesel (Bauingenieur)
  • Ferdinand Schiller (Landwirtschaftsmeister)
  • Meinolf Rost (Schuldirektor)
  • Kathrin Hemmerich (Kinderpflegerin)
  • Eva Münch (Floristin)
  • Stefan Hupp (Heizungsbaumeister)
  • Nino Herold (Student)
  • Norbert Drösler
  • Andreas Günder (Elektroinstallateur)
  • Christiane Christ
  • Cornelia Leicht
  • Florian Deckert
  • Philipp Christ
  • Christl Günder
  • Dieter Krug (leitender Verwaltungsdirektor im Landratsamt)

Rede des früheren Bürgermeisters Erich Günder

Nachdem nun alle Kandidaten vorgestellt waren trat Herr Erich Günder an das Rednerpult.

Zunächst stellte der Ex-Bürgermeister fest, dass er alle anwesenden Listenkandidaten gut geeignet findet. Danach verkündete er, dass der Gemeinderat eigentlich gar nicht entscheidend ist, sondern nur der Bürgermeister. Er meint in Eisingen sei ein Wechsel nötig und Herr Fuchs habe das nötige Rüstzeug und sei der Amtsinhaberin überlegen. Herr Fuchs habe immer gute Arbeit geleistet und sei wegen seiner Erfahrung für das Amt qualifiziert. Er sei auch charakterlich geeignet und habe eine positive Mitarbeiterführung, die die Mitarbeiter motiviert. In seiner Amtszeit lief nach Herrn Günders Aussagen mit Herrn Fuchs immer alles reibungslos. Seitdem haben mehrere Mitarbeiter das Rathaus verlassen und im Ort hat sich wenig getan.

Rede des Bürgermeisterkandidaten Helmut Fuchs

Nach dieser Ankündigung folgte die Rede von Herrn Fuchs. Dieser stellte sich und sein Programm vor.
Er begann seine Rede damit, dass er angesichts der vielen Anwesenden keine Politikverdrossenheit feststellen kann.
Die Arbeit mit Herrn Günder habe ihm immer viel Spaß gemacht.
Danach ging er auf das St. Josefs-Stift ein. Er versicherte, dass er es gut für Eisingen hält, dankte für die dort geleistete Arbeit und sagte dem Stift für den Fall seiner Wahl seine Unterstützung zu.
Herr Fuchs ging kurz auf den Zeitungsartikel ein, in dem seine Kandidatur angekündigt worden war. Der dort genannte Paukenschlag war nicht die Zusammenarbeit der drei Fraktionen, sondern die Aufstellung eines gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten.

Dann stellte der Kandidat er seine Person vor. Er ist 53 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Er wohnt in Roßbrunn. Nach dem Abitur machte er eine Ausbildung für den gehobenen, nicht technischen Verwaltungsdienst. Diese schloss er erfolgreich ab und ist seitdem Diplom-Verwaltungswirt FH. Nach mehreren anderen Anstellungen arbeitete er von 1992 bis 2011 in der Rathausverwaltung in Eisingen unter drei Bürgermeistern. Seit 2011 ist er Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld.
Er kandidiert als Bürgermeister, weil Eisingen eine gute Infrastruktur und gute Perspektiven für die Zukunft hat, es aber Probleme im Gemeinderat gibt.

Sein Programm für die nächste Amtsperiode ist wie folgt:
Herr Fuchs möchte die Schulsanierung, die vom aktuellen Gemeinderat gemeinsam mit der Planung einer gebundenen Ganztagsschule in die Wege geleitet wurde, zu Ende führen. Die Ganztagsschule will er zusammen mit Waldbrunn umsetzen.

Bezüglich der Kindertageseinrichtungen plant er den Einrichtungen Geld der Gemeinde zur Verfügung zu stellen und sie dann frei agieren zu lassen. Auch die Bedarfszahlen sollen nur in Abstimmung mit dem Träger angepasst werden. Den Träger des Kindergartens und der Krippe (Nikolausverein) lobte er als „ausgezeichnet“.

Zur baulichen Entwicklung in Eisingen sieht er weniger den aktuellen Nutzen in einem weiteren Gewerbegebiet als vielmehr Erweiterungsmöglichkeiten für den Sport- und Freizeitbereich in den nächsten Jahrzehnten.

Bezüglich eines Neubaugebietes ist der Kandidat der Ansicht, dass dieses kurzfristig benötigt wird. Allerdings nur dann, wenn die Grundstücke der Gemeinde gehören. Hierzu möchte er, wie kürzlich schon von anderer Seite im Gemeinderat vorgeschlagen wurde, das Grundstück neben dem St. Josefs-Stift verwenden. Allerdings will er dort nicht nur Bauplätze für Wohnhäuser ausweisen. Herr Fuchs stellt sich vor, dass dort ein Altenpflegeheim mit betreutem Wohnen entstehen könnte. Dieses soll Synergieeffekte mit dem St. Josefs-Stift nutzen.
Zusätzlich will er das Altortentwicklungskonzept, an dem schon seit Jahren gearbeitet wird, fortführen und im Ortskern Baumöglichkeiten schaffen.

Das Gebäude auf dem Grundstück Hauptstraße 50 soll erhalten bleiben. Er hält aber den Bau eines Mehrgenerationenhauses dort für diskussionsfähig, weist aber darauf hin, dass dafür auch Personal benötigt wird.

Zur Energiewende und Nachhaltigkeit sollen die restlichen alten Straßenlaternen, für die es ab April 2015 keine Leuchtmittel mehr gibt, ausgetauscht werden. Zudem soll eine Prüfung stattfinden, ob Stromspeicher für private Photovoltaikanlagen mit einem kommunalen Förderprogramm unterstützt werden können. Auch der Neubau von Zisternen soll kommunal gefördert werden.

Die Effizienz der Verwaltung soll gesteigert werden. Hierzu möchte Herr Fuchs eine neue Software, ein sogenanntes Sitzungsprogramm, einführen. Außerdem strebt er einen Bürokratieabbau an, indem zum Beispiel die Bebauungspläne überprüft und vereinfacht werden sollen. Zudem möchte er in Rathaus ein positives Arbeitsklima fördern und einen Ausbildungsplatz schaffen.

Beim Wegebau ist es sein Ziel das Feld- und Radwegenetz dauerhaft zu erhalten. Hierzu will er alle Möglichkeiten für Fördergelder ausschöpfen. Davon könnte dann beispielsweise der Radweg vom Alten Hettstadter Weg zum Regenrückhaltebecken saniert werden.

2003 wurde von einem Landschaftsarchitekten ein Gesamtkonzept für den Friedhof entwickelt, das er gerne umsetzen würde. Falls dies im Gemeinderat keine Mehrheit findet, möchte er zumindest die Stolpergefahren beseitigen lassen.

Die Einrichtung eines Wertstoffhofs für Höchberg und Eisingen an der Kreuzung WÜ12/B27 ist in der Vergangenheit daran gescheitert, dass die Gemeinde Höchberg das benötigte Gebiet nicht erwerben konnte. Als Bürgermeister möchte er dieses Projekt erneut angehen.

Zuletzt stellte Herr Fuchs die Idee einer Rentner AG vor. Die Anregung dazu hat er aus Thüngersheim, wo sich ältere Bürger treffen und kleinere Baumaßnahmen für gemeinnützige Zwecke umsetzen. Dort wird das Engagement dieser ehrenamtlichen Helfer sehr gewürdigt.

Damit war das Ende der Rede gekommen und die Ansprache wurde von den drei Fraktionen und ihren Anhängern mit stehenden Ovationen bedacht.

Danach folgte eine Pause, an die sich noch ein Gesprächsteil anschloss.

Anmerkung: Leider musste ich an dieser Stelle die Veranstaltung verlassen und kann somit nichts über den weiteren Verlauf berichten.

7 Kommentare zu “Bericht: Vorstellung der Kandidaten von SPD, CSU und WVAN am 04.12.2013

  1. Herbert Ludwig 11. Dezember 2013 um 19:33 Reply

    Zunächst wurden von den Fraktionsvorsitzenden die eigenen Kandidaten für den Gemeinderat vorgestellt, wobei natürlich die Gelegenheit benutzt wurde, auch den BM-Kandidaten in sonnigem Licht erscheinen zu lassen und gleichzeitig die derzeitige BM herabzusetzen.

    Edi Christ von WAN klang dabei eher moderat und verpackte seinen Beitrag sogar in einen Hauch Humor.

    Dr. Helmut Kennerknecht für die SPD pries sich zwar als von seiner beruflichen Tätigkeit her als mit „analytischem Verstand“ ausgerüstet an, erging sich allerdings dann weitgehend in Polemik

    Die Ausführungen von Julian Hertzig für die CSU sind mir nicht weiter in Erinnerung geblieben, umso mehr die des Altbürgermeisters Erich Günder. Und ich muss sagen, ich war entsetzt! Ganz abgesehen davon, dass sich fragen lässt, in welcher Funktion er bei dieser Veranstaltung überhaupt aufgetreten ist. Er begann mit der Feststellung, dass es ein normaler demokratischer Vorgang sei, wenn zwei Kandidaten für das Amt und damit für den Wähler zur Verfügung stünden. Es verbiete sich – so Günder – dass da der eine gegen den anderen hetze. Das hat er dann übernommen, in einer Weise, wie ich das von ihm nicht für möglich gehalten hätte. Nachdem ihm zunächst beinahe die Adjektive ausgegangen wären (fleissig, engagiert, …), um Herrn Fuchs in möglichst strahlendem Licht erscheinen zu lassen, diffamierte er anschließend die Bürgermeisterin auf das Übelste. Es ist wirklich erschreckend, auf was für ein Niveau sich dieser Mann aus offensichtlich parteipolitischen Gründen hat verführen lassen! Übrigens – ich habe nie etwas mit Herrn Fuchs zu tun gehabt, habe ihn überhaupt bei dieser Gelegenheit das erste Mal wahrgenommen, kann mir also kein eigenes Urteil erlauben. Das dürfte aber den meisten Zuhörern so gegangen sein, die sich folglich auf die Aussagen des Altbürgermeisters verlassen. Wenn ich das zugrunde lege, was mir von vergleichbar kompetenter Seite zugetragen wurde, also von jemandem, der über ausreichende unmittelbare Erfahrung mit Herrn Fuchs verfügt, so wären gerade die angeführten Attribute eher in Frage zu stellen. Ich möchte es auf einen Nenner bringen: Vergleicht man die Lobeshymnen des Herrn Günder mit meinen Informationen, so muss es sich um zwei verschiedene Menschen handeln

    Nun noch ein Wort zu den ausführlichen Ausführungen des Herrn Fuchs selbst. Er hielt sich mit Angriffen auf seine Konkurrentin – bis auf eine kurze Phase im Mittelteil – erfreulicherweise zurück. Seine Nominierung bzw. der Umstand, dass sich die ansonsten nicht unbedingt grünen Parteien CSU, SPD und WAN dazu gemeinsam entschlossen haben, nannte er einen Paukenschlag. Das hat wohl auch ein großer Teil der Eisinger Bürger so empfunden. Allerdings kaum mit der gleichen Euphorie, wie sie von den Beteiligten verbreitet wird. Ist da der Verdacht wirklich so unbegründet oder „Unsinn“, wie Herr Fuchs es formulierte, dass es vorrangig darum geht, die für die genannten Fraktionen unliebsame Figur an der Spitze unserer Gemeinde zu eliminieren?

    Schließlich noch eine Anmerkung zu 2 Sachthemen, die Herr Fuchs angesprochen hat.
    1) Er stehe voll hinter der Entscheidung des GR (besser gesagt der 3 genannten Fraktionen), das Haus auf dem Grundstück Hauptstr. 50 vorerst nicht abreißen zu lassen. Schließlich müsse man zuerst überlegen, was man damit vorhabe. Ausgiebiger Beifall der Anhängerschaft.
    Falsch, Herr Fuchs. Und hier wäre analytischer Verstand gefragt gewesen. Zuerst muss man wissen, ob dieses Haus überhaupt noch nutzbar ist. Und wenn dies nicht der Fall ist, wie es sich mir aus den Aussagen des Architekten darstellt, dann vergeudet unser GR noch einmal unser Geld (nachdem man schon beim Erwerb des Grundstücks kräftig draufgezahhlt hat), weil der gemeinsame Abbruch von Garage und Haus jedenfalls billiger gekommen wäre.
    2) Verbesserung der Radweg-Situation und dafür gäbe es bis zu 90% Zuschuss. Frenetischer Beifall der Anhängerschaft. Ein unabhängiger analytischer Verstand würde sich wohl fragen: Warum haben das CSU, SPD, WAN nicht schon längst auf den Weg gebracht? An der mangelnden Mehrheit kann es ja wohl nicht liegen. Bleibt das unangenehme Gefühl, dass in der vergangenen GR-Periode destruktivem Verhalten Vorrang eingeräumt wurde gegenüber eigenem konstruktivem.

    Eine persönliche Anmerkung zum Schluss: Mir geht es nicht um eine bestimmte Person und schon gar nicht um eine bestimmte Partei, mir ist ausschließlich daran gelegen, dass die Aufgaben in unserer Gemeinde bestmöglich angegangen werden. Und ich kann keinen konkreten Fall erkennen, bei dem die BM versagt hätte.

    Herbert Ludwig

  2. Eberhard Blenk 12. Dezember 2013 um 09:31 Reply

    Ich war auch Zeuge dieses unwürdigen und beschämenden Auftritts des „Altbürgermeisters“ Erich Günder.
    Eine solche Hetzrede gegen die Person Frau Engert und die Beschädigung des Amtes der Eisinger Bürgermeisterin, ausgerechnet aus dem Munde von Herrn Günder macht mich fassungslos und erschrocken zugleich. Zu welchen Mitteln greift man hier oder welche niederen Beweggründe waren Anlass für diese diffamierende und beleidigende Hetzkampagne. Sind das die Vorstellungen von sachlicher fairer Gemeindepolitik für unsere Bürgerinnen und Bürger? Ich habe den Eindruck, hier soll die Person Frau Engert mit allen Mitteln vernichtet werden. Wer hat Herrn Günder instrumentalisiert für dieses verwerfliche Spiel?
    Hier sind nicht nur die Grenzen des Anstandes verletzt worden, nein dieser Auftritt zeigt mir, dass es nicht um Sachpolitik geht, sondern dass hier eine menschenverachtende Vernichtungsstrategie ihren Höhepunkt erreicht hat.
    Auch der zweite Teil der Rede mit dem überschwenglichem fast nicht enden wollenden Eigenlob des Altbürgermeisters und des Gegenkandidaten zeigt mir deutlich, wie die Realität ausgeblendet wird. Ich war auch schon unter Erich Günder im Gemeinderat. Ich weiß wovon ich rede und was ich erlebt habe. Auch hier wird eine Harmonie vorgegaukelt, die es tatsächlich nie gab, sowohl innerhalb des Gemeinderates als auch zwischen der Verwaltung und dem Gemeinderat. Wenn es zur Wahrheitsfindung beiträgt, bin ich gerne bereit auch darüber zu berichten. Schlimm, dass einige Akteure an diesem Mittwoch Abend auch diese Wahrheit offensichtlich ausblenden.
    An diesem denkwürdigen Abend wurde vor allem der Person Ursula Engert großer Schaden zugefügt. Aber auch unsere gesamte Gemeinde wurde beschädigt.
    Ich schäme mich für dieses Verhalten des Herrn Erich Günder und derjenigen aus der aktiven Gemeindepolitik die dieses üble Spiel inszeniert haben.

    Eberhard Blenk
    2. Bürgermeister

  3. Otmar Reinhart 12. Dezember 2013 um 13:09 Reply

    Ich kann mich der Meinung von Herrn Ludwig nur anschließen. Als neutraler Eisinger wollte ich mir ein Bild machen, wie es in Eisingen nach den Neuwahlen weitergehen soll. Die Vorstellung der Listen für den Gemeinderat durch die Fraktionvorsitzenden war sehr interessant und aufschlußreich. Über den Bericht von Erich Günder war ichallerdings auch sehr überrascht und ebenfalls entsetzt. Ich muß mein Bild, daß ich von Erich Günder hatte, anscheinend nochmal überdenken. Eines kann ich aber jetzt schon sagen, für den neutralen Beobachter war dieser Beitrag meiner Meinung nach ein Eigentor. Desweiteren bleibt abzuwarten wie lange diese Harmonie unter den 3 Parteien auch nach einer eventuell gewonnen Wahl anhält.

    Zu der Situation um den Verkauf des Anwesens Hautpstraße 50 ist bei mir in den letzten Monaten der Eindruck entstanden das hier die Mehrheit des Gemeinderates die Eigentümer über den Tisch ziehen wollte, denn obwohl das Anwesen der Gemeinde zu einem fairen Preis angeboten wurde, hat die Mehrheit des Gemeinderates gegen einen Kauf gestimmt. Die Verkäufer haben dabei keinen Hehl daraus gemacht, daß potentielle Käufer bereits vorhanden sind. Dies wurde auch durch den schnellen Verkauf nach der Ablehnung des Gemeinderates bestätigt. Wieviel Geld da in den Sand gesetzt worden ist, möchte ich lieber nicht erwähnen. Allerdings bin ich der Meinung, daß die Gebäude erst abgerissen werden sollten, wenn die Nutzung des Grundstückes geklärt ist.

    Ich habe mit meinem Kommentar weder die Absicht bestimmte Personen noch Parteien anzugreifen. Ich erwarte nur, daß der gesamt Gemeinderat zusammen mit dem/der Bürgermeister(in) zum Wohle der Gemeinde verrichtet, was ich leider nicht immer so erkennen kann.

    Otmar Reinhart
    (ehem. Miteigentümer des Anwesen Hauptstr. 50)

  4. Axel von den Steinen 13. Dezember 2013 um 12:23 Reply

    Auch ich war als neutraler Beobachter auf der Vorstellungsveranstaltung im St. Joseph-Stift, um mich über die Pläne des Bürgermeisterkanditats zu informieren. Die Rede von Herrn Fuchs empfand ich dann auch als durchaus informativ und an Inhalten orientiert. Der sachliche Stil hat mir dabei sehr gut gefallen, wenn manches sicherlich auch als Wahlkampfrhetorik bezeichnet werden muss.

    Auch die Rede von Altbürgermeister Günder war in Richtung von BM sicherlich sehr kritisch, wobei die Kritik in manchen Punkten recht pauschal geäußert wurde und die Arbeit von BM Engert nicht differenziert betrachtet wurde. Denn die Probleme in Rathaus und Gemeinderat sind wahrscheinlich nicht alleine durch BM Engert verursacht. Die Zusammenfassung der Rede des Altbürgermeisters im Bericht der Mainpost am 13.12.13 und auch hier im Blog geben den wahlkämpferischen Grundton der Rede aus meiner Sicht zutreffend wieder.

    Die obigen Kommentierung der Rede des Altbürgermeisters durch Herrn Ludwig und Herrn Blenk halte ich allerdings für sachlich unzutreffend und zudem wenig hilfreich. So wird dem Altbürgermeister eine beleidigende Hetzkampagne gegen Frau Engert vorgeworfen. Ich selbst habe die Rede mit eigen Ohren gehört und habe von persönlichen Beleidigungen und Hetze gegen Frau Engert nichts wahrgenommen. Zwar kann man sich auch als neutraler Beobachter irren oder einmal etwas nicht mitbekommen. Aber im Falle einer „Hetzrede“ hätte ich dies doch wahrgenommen und am Ende der Rede nicht, in Respekt vor dem Redner, die Hände für einen kurzen Beifall erhoben.

    Ich würde mir deshalb für den nun anstehenden Wahlkampf wünschen, dass man zwar in der Sache hart argumentiert und manchmal vielleicht auch zuspitzt. Aber ein gewisser Rahmen im Sprachgebrauch muß gewahrt bleiben, um menschliche Verletzungen unbedingt zu vermeiden.
    Meiner Meinung nach verbieten sich allzu „deftige“ Formulierungen jede Art und der Respekt auch vor dem politischen Gegner muss unbedingt gewahrt bleiben. Den Vorwurf einer „menschenverachtenden Vernichtungsstrategie gegen BM Engert“ zu erheben wiegt jedenfalls aus meiner Sicht sehr schwer und wird durch den tatsächlichen Inhalt der Rede von Altbürgermeister Günder, wie ich sie wahrgenommen habe, auch nicht ansatzweise getragen.
    Hier sollte also unbedingt eine sprachliche Abrüstung vorgenommen werden, damit der Wahlkampf nicht zu Schlammschlacht wird, bei der am Ende alle gemeinsam verlieren.

  5. Eisinger 13. Dezember 2013 um 15:19 Reply

    Sehr geehrter Herr von den Steinen,

    ganz recht.
    Auch Ihre Wahrnehmungen zeigen, daß es sich bei der Veranstaltung um eine Wahl – Kampfveranstaltung gehandelt hat – im St. Josefs – Stift e.V. !
    Es wäre vielleicht hilfreich, wenn die somit festgestellt sehr kritische, wahl-kämpferisch geführte Rede mit pauschaliertem und undifferenziertem Inhalt gefüllt nun auch transparent werden könnte. Das Redemanuskript (ungekürzt) des Herrn Günder könnte zu diesem Zwecke veröffentlicht werden und eine Angabe zum Verfasser enthalten. Die Rede seines Nachredners wurde schließlich auch veröffentlicht.

  6. Eberhard Blenk 14. Dezember 2013 um 10:50 Reply

    Ich beziehe mich auf den Kommentar von A. von den Steinen. Sicherlich war meine Wortwahl zu heftig. Ich bedauere dies im Nachhinein. Der Beitrag resultierte aus meiner großen Enttäuschung darüber, dass nicht sachliche Inhalte sondern persönliche Angriffe einen großen Teil der Rede ausmachten.

    Eberhard Blenk

  7. "Onkel Karl" 13. Januar 2014 um 20:00 Reply

    Eisingen ist über all und überall ist Eisingen. Bevorstehende Wahlen, ob im Bund oder in der Kommune, werden oft zu Abrechnungen ge/benutzt. Im Bund treten die Lobbyisten auf und in der Kommune die Vereine. Das Ansinnen ist überall das Gleiche. Man will sein „Klientel“ an die Wahlurne bringen und dadurch seine „Belange“, so fern man viele Mandate bekommt, durchsetzen. Hierbei geht der Blick für das „Gemeinwohl“ oft verloren, obwohl dies im Wahlprogramm stand. Bedenklich finde ich, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung für das Gemeindparlament kandidieren. Sie sind alle „Bedienstete der Kommune“, dass heißt, sie müssen ihrem Arbeitgeber, den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Eisingen, ihren Dienst loyal erweisen. Ist dies möglich, wenn sie ein Mandat im Gemeindeparlament für die Partei x oder y wahrnehmen? Ich wünsche der Gemeinde Eisingen und ihren Bürgerinnen und Bürger eine Wahl, die ohne „persönliche Verletzungen“ im Vorfeld von statten geht und ein tatkräftiges Gemeindeparlament, welches die Belange der Bevölkerung ernst nimmt.

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