Archiv für den Monat August 2013

Bodenrichtwerte in Eisingen

Heute wurden auf der Internetseite der Gemeinde Eisingen die Bodenrichtwerte für Grundstücke veröffentlicht.

Ich begrüße es sehr, wenn Daten von allgemeinem Interesse veröffentlicht werden, aber in diesem Fall konnte ich leider mit den Informationen nicht viel anfangen.

Aber der Reihe nach: Nach einem Blick in das Dokument hatte ich schon den Verdacht, dass ein Bodenrichtwert etwas mit dem Wert von Grundstücken zu tun hat. Ein Blick in die Wikipedia bestätigte dies.

Zitat:

Der Bodenrichtwert ist im deutschen Städtebaurecht ein durchschnittlicher Lagewert, ermittelt aus den Kaufpreisen von Grundstücken unter Berücksichtigung ihres Entwicklungszustandes.

Bodenrichtwerte werden im Rahmen der Wertermittlung von Immobilien hilfsweise herangezogen, um den Bodenwert zu bestimmen, wenn er sich nicht im Vergleichswertverfahren aus Kaufpreisen ermitteln lässt. Grundlage dafür sind die amtlichen Kaufpreissammlungen, die von den bundesweit existierenden Gutachterausschüssen für Grundstückswerte geführt werden.

Nachdem das nun geklärt war versuchte ich aus der Tabelle schlau zu werden. Dieser Gutachterausschuss hatte es aber versäumt eine Legende für die Abkürzungen mitzuliefern.

Also forschte ich als nächstes nach was das für ein Ausschuss ist. Ich fand entsprechende Informationen auf den Seiten des Landratsamtes Würzburg.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat demnach folgende Aufgaben:

Der Gutachterausschuss erstellt auf Antrag Gutachten über den Verkehrswert von unbebauten und bebauten Grundstücken sowie über den Wert von Rechten an Grundstücken (z.B. Wohnungs-/Nießbrauchsrechte, Wegerecht, Leitungsrecht usw.).

Der Gutachterausschuss ermittelt weiter in zweijährigem Turnus (zum Ende eines Jahres mit gerader Jahreszahl) durchschnittliche Bodenrichtwerte für baureifes Land, Rohbauland und Bauerwartungsland für alle Städte und Gemeinden einschließlich ihrer Stadt- und Ortsteile im Landkreis Würzburg.

Damit wusste ich dann schon einmal wer hier was gemacht hatte. Nur die Bedeutung der Abkürzungen kannte ich noch immer nicht. Da ich aber zum Glück eine Internet-Suchmaschine verantwortungsvoll bedienen kann, habe ich dies getan und die Informationen und Definitionen die ich dabei fand hier zusammen getragen.

Vielleicht helfen Sie Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ja auch ein bisschen das Dokument aus dem Landratsamt zu verstehen.

GFZ: Geschossflächenzahl
Die Geschoßflächenzahl oder auch GFZ stellt ein Verhältnis zwischen der Anzahl der Geschoßflächen eines zu errichtenden Gebäudes und der Größe des Grundstückes dar, auf dem das Gebäude errichtet werden soll. Die Geschoßfläche wird nach den Außenmaßen der Geschosse berechnet. Beträgt die Geschoßflächenzahl 1,2 , können auf einem 1000 Quadratmeter großen Grundstück 1200 Quadratmeter Geschoßfläche gebaut werden. Die Geschoßflächenzahl schwankt zwischen 0,4 (Kleinsiedlungsgebiet) und 3,0 (Kerngebiet).
Quelle: http://www.immobilien-wissen.de/baurecht/geschosflaechenzahl/

GRZ: Grundflächenzahl
Die Grundflächenzahl oder GRZ ist ein Baunutzmaß, das in keinem Bebauungsplan fehlen darf. Die GRZ gibt die Quadratmeterzahl der zulässigen Bebauung eines Grundstückes an. Bei einer GRZ von beispielsweise 0,4 dürfen von einem 1000 Quadratmeter großen Grundstück 400 Quadratmeter bebaut werden.
Quelle: http://www.immobilien-wissen.de/baurecht/grundflaechenzahl-baugrenze/

BMZ: Baumassenzahl
Durch die Baumassenzahl wird die Begrenzung der Baumasse im Verhältnis zur Grundstücksgröße ausgedrückt. Die Maßeinheit der Baumassenzahl erfolgt in Quadratmetern. Die Baumassenzahl ist als Festsetzungsmaß nur in Gewerbegebieten, Industriegebieten und allen anderen Sondergebieten zu gebrauchen. Vor einigen Jahren wurde die BMZ in Gewerbegebieten noch nicht benutzt, stattdessen wurde die GFZ oder Geschoßflächenzahl verwendet, weshalb noch in vielen Gewerbebebauungsplänen keine Baumassenzahl vorhanden ist.
Quelle: http://www.immobilien-wissen.de/baurecht/baumassenzahl/

Rohbauland
Rohbauland ist … eine Fläche, die nach den bauplanungsrechtlichen Bestimmungen … für eine bauliche Nutzung bestimmt sind, deren Erschließung aber noch nicht gesichert ist oder die nach Lage, Form und Größe für eine bauliche Nutzung noch unzureichend gestaltet sind.
Quelle: http://www.matthias-kirchner.de/Immobilienbewertung-Lexikon/r_lexikon_content/rohbauland.html

Bauerwartungsland
Bauerwartungsland sind Flächen, die sich nach ihrer Eigenschaft, ihrer sonstigen Beschaffenheit und ihrer Lage eine bauliche Nutzung in absehbarer Zeit tatsächlich erwarten lassen.
Quelle: http://www.matthias-kirchner.de/Immobilienbewertung-Lexikon/b_lexikon_content/bauerwartungsland.html

erschließungsbeitragsfrei
Mit den Abkürzungen „ebf“ (erschließungsbeitragsfrei) und „ebp“ (erschließungsbeitragspflichtig) kennzeichnet man bei der Angabe eines Bodenwertes, ob dieser die Erschließungsbeiträge enthält oder nicht.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Erschlie%C3%9Fungsbeitrag#Kennzeichnungen_ebf_.2F_ebp

 

Standort des Containers für die Krippe

Wie ich schon ankündigte, möchte ich noch in ein paar Zeilen zum Standort des Containers für die Krippe schreiben.

Ich hoffe, dass dieses Thema nun abschließend behandelt wurde und der Gemeinderat sich nun auch wieder anderen Problemen der Gemeinde annehmen kann.
Ich habe ein paar Bilder gebastelt, die die unterschiedlichen Standorte verdeutlichen sollen. Die Größe des Containers habe ich nach den Erklärungen des Architekten eingezeichnet. Sie sollten halbwegs maßstabsgetreu sein.

Container-Standort: Schulhof (Luftbild: Google Maps)

Container-Standort: Wiese (Luftbild: Google Maps)

Container-Standort: Wiese (Luftbild: Google Maps)

Einen Plan der Innenräume des Containers hat Frau Engert auf meine Bitte hin auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlichen lassen. Er ist hier zu finden: http://www.eisingen.de/sport-und-freizeit/ferien-und-reisezeit/1405-news-31-07-2013

Ich muss sagen, dass ich sehr froh darüber bin, dass er nicht bei der Schule stehen wird. Es gibt für mich mehrere Gründe, die gegen diesen Standort sprechen. Ohne die Argumente des Architekten heranzuziehen stellt sich die Situation für mich wie folgt dar:
Der Schulhof ist nur schwer zu erreichen. Insbesondere dann, wenn man einen Kinderwagen dabei hat. Entweder muss man den Dornbuschweg hoch oder den Berg vom Wendekreis beim Friedhof zum Schulhof hinunter. Selbst wenn man mit einem Auto (was nicht jeder zur Verfügung hat) so nahe wie möglich heranfährt (Schulstraße bzw. Wendekreis) ist es noch immer nicht ebenerdig.
Auch die Nutzung des Schulhofs durch Schule, Mittagsbetreuung und Krippe führt zu Interessenskonflikten der Beteiligten. Schüler brauchen in dem Pause die Möglichkeit sich zu bewegen und auch mal laut zu sein. Für die Kinder in der Mittagsbetreuung gilt das erst recht. Dem steht das Ruhebedürfnis von Kleinkindern, meiner Meinung nach, entgegen.
Zudem hätte das, bei den Schulkindern recht beliebte, Klettergerüst abgebaut werden müssen, was ich schade gefunden hätte.
Zuletzt ist noch nicht ganz klar ob sich der Schulumbau mit der notwendigen Nutzungsdauer des Containers überschneidet. Falls der Container noch benötigt würde während an und in der Schule schon Renovierungsarbeiten durchgeführt werden, hätte dies unter Umständen zu weiteren Komplikationen geführt.

Die Idee das Gebäude auf dem Grundstück HS 50 als Provisorium zu nutzen fand ich ebenfalls nicht gut. In den Gemeinderatssitzungen war mehrfach erwähnt worden, dass sich das Haus in einem schlechten Zustand befindet. Die sanitären Einrichtungen sind wohl veraltet und heruntergekommen und es gibt Feuchtigkeit in den Räumen. Es gab auch schon die Aussage, dass es das Beste wäre das Gebäude abzureißen und neu zu bauen.

HS 50 sowie die Wiese oberhalb des Pfarrhauses sind in meinen Augen beide als Standort geeignet. Sie sind mit dem Auto sehr gut zu erreichen. Nach dem Aussteigen sind jeweils nur wenige Schritte ebenerdig zurückzulegen. Bei der Wiese ist die Parksituation besser, dafür liegt HS 50 zentraler und ist aus diesem Grund ohne Auto leichter erreichbar. Bei beiden Standorten gibt es keine Konflikte durch Doppel- oder Dreifachnutzung. Der Träger der Krippe führte aus, dass alle in Betracht kommenden Standorte akzeptabel sind.
HS 50 hat gegenüber der Wiese den Nachteil, dass dort im Umfeld noch Umbauarbeiten stattfinden werden. Außerdem muss man von dort aus auf dem Weg zwischen Kindergarten und Container die Hauptstraße überqueren.

Alles in allem war mein Favorit die Wiese, aber auch mit HS 50 lässt sich meiner Meinung nach leben.

Kurzinfo: Halle im Gewerbegebiet

Kennen Sie das? Man sieht ein neues Gebäude und ist neugierig was das wohl wird.

Dann beschließt man bei Gelegenheit da mal vorbeizugucken um nachzusehen, aber irgendwie kommt man nicht dazu. Klar, man könnte auch jemanden fragen, aber immer wenn man mit einer Person spricht, die es wissen könnte, dann denkt man nicht daran.

Kennen Sie nicht? Naja, macht nichts – aber mir ist es jedenfalls so ergangen. Wobei bei mir noch dazu kommt,dass ich hier auch darüber schrieben möchte.

Aber egal: Ich war vorgestern mal an der neuen Halle im Gewerbegebiet, habe schnell ein Foto gemacht und einen Blick auf die Tafel am Grundstück geworfen.

Laut dieser Tafel wird die Firma raab & karcher (Baustoffhandel) die neue Halle nutzen. Ich habe mit dem Besuch meine Neugier gestillt und konnte Ihnen dabei nun vielleicht auch behilflich sein.

Halle01

Das Sitzungsprotokoll – Die unendliche Geschichte

Ich hatte in meinem Bericht über die letzte Gemeinderatssitzung angekündigt, dass ich noch ein paar Worte über die leidige Angelegenheit mit der Veröffentlichung des Protokolls verlieren werde.

Ich finde es ja sehr nett, dass der Gemeinderat meine Befürchtungen, die ich bezüglich des Antrags zur Genehmigung und Veröffentlichung des Protokolls hatte, so prompt bestätigt.
Mir wäre es aber im Interesse der Eisinger Bürger lieber gewesen, ich hätte nicht recht gehabt.

Zur Erinnerung:
Die vorletzte Sitzung des Gemeinderats fand am 19.07.2013 statt. Das Protokoll dieser Sitzung war das erste, mit dem nach den Regeln des SPD-Antrags verfahren werden sollte. Die darauffolgende Sitzung, in der das Protokoll hätte genehmigt werden müssen, war am 29.07.2013. Die Bürgermeisterin hatte das Protokoll dabei und wollte es auch genehmigen lassen, doch der Gemeinderat (insbesondere die Fraktionen, die für den SPD-Antrag gestimmt hatten) verlangten eine Verschiebung der Genehmigung.
Die nächste Sitzung, in der die Genehmigung nun beschlossen werden kann, ist am 20.09.2013.

Vom 19.07. bis zum 20.09. sind es neun Wochen. Danach wird es noch einmal mindestens ein bis zwei Wochen dauern bis das Mitteilungsblatt erscheint. Damit sind es dann etwa 11 Wochen von der Sitzung bis zur Veröffentlichung des Protokolls.

Ich finde es sehr enttäuschend, dass die Bürger erst so spät über die Beschlüsse des Gemeinderats informiert werden. Das ist Politik im Elfenbeiturm und weit weg vom Bürger.
In den letzten Wochen habe ich von Mitgliedern unseres Gemeinderats und auch von Gemeinderäten umliegender Orte oft gehört wie wenig Interesse die Menschen an der Politik haben. Ein Wunder ist das nicht.
Das Desinteresse resultiert unter anderem aus der Abschottung der Politik, mangelnder Information der Bürger und der Ansicht weiter Teile der Bevölkerung, dass „die da oben“ sowieso tun was sie wollen.
Gerade auf kommunaler Ebene wäre es so einfach auf die Bevölkerung zuzugehen und umfassende Informationen anzubieten. Aber was geschieht statt dessen? Sie wird mit uralten Sitzungsprotokollen abgespeist.

Ich finde, dass das besser geht.

In eigener Sache: Ein Banner

Um mein Blog etwas bekannter zu machen habe ich heute ein Banner mit der Adresse aufgehängt.

Hier ist ein Foto:

OfflineWerbung

 

Neubau in der Ortsmitte

Da ich mitbekommen habe, dass es viele Bürger interessiert was in den Neubau in der Ortsmitte kommt, möchte ich die Informationen, die ich habe, gerne weitergeben.

In einer Sitzung des Gemeinderats wurde erwähnt, dass das neue Gebäude für folgendes genutzt werden soll:

  • Café / Bäcker
  • Schreibwarenladen
  • Zahnarzt

Wenn ich das alles richtig verstanden habe, dann kommen die Bäckerei Rösner, der Schreibwarenladen Lenzer und ein Zahnarzt (ich weiß aber nicht welcher) in das Haus.

Diese Informationen sind mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 80% richtig. Ich übernehme dafür aber keine Garantie. Im Laufe dieser Woche werde ich mich aber bemühen dies zu verifizieren.

Korrekturen und Zusatzinformationen können Sie mir gerne mitteilen.

Aktualisierung: Ich habe mich heute noch einmal erkundigt. Die Angaben oben sind so korrekt.

In eigener Sache: Alternative Adressen

Liebe Leser,

ich habe heute eine Ankündigung in eigener Sache:

Meine Internetseite Eisingen – Blog (völlig inoffiziell) ist zusätzlich zu https://eisingenblog.wordpress.com

nun auch unter den Adressen:
http://www.eisingen-info.de und http://www.eisingen-blog.de zu erreichen.

 

Zusatzinfo:

Ich habe ein paar EUR investiert, damit man hier auf der Site keine Werbung mehr angezeigt bekommt.

Nun also: Informationen über Eisingen völlig werbefrei! Hurra! \o/

 

Ich wünsche allen Besuchern weiterhin viel Spaß auf meiner Seite.