Bau- und Umweltausschuss am 29.07.2013

Provisorium Kinderkrippe am Schulhof

Der Beginn der Sitzung war auf den Pausenhof der Schule verlagert worden. Architekt Haase wollte die Probleme, die eine Aufstellung des Containers für die Kinderkrippe auf dem Hof mit sich bringen würde, direkt vor Ort ansprechen.

Trotz des Regens hatten sich neben den Gemeinderäten einige interessierte Bürger eingefunden und auch ein Vertreter der Mainpost war anwesend. Die Direktorin der Schule war nicht zugegen.

Dafür war aber die Feuerwehr da. Allerdings nicht wegen der Sitzung, sondern weil sie in der Schule eine Übung mit Atemschutzgeräten durchführten.

Nachdem die Sitzung eröffnet war, begann Herr Haase mit seinen Ausführungen:

Der geplante Container hat eine Grundfläche von ca. 160 Quadratmetern. Die Außenmaße sind 19m x 8,5m. Der Aufstellungsort ist in dem Bereich, in dem sich das Klettergerüst befindet. Dieses muss abgebaut werden. Die Fensterfront des Containers ist aufgrund der Planung in Richtung Hang und Gebüsch ausgerichtet. Daher müssen einige Büsche entfernt werden, damit ausreichend Tageslicht in das Innere gelangt.

Angeliefert wird das Konstrukt in elf Teilen, von denen jedes 6m x 2,4m groß ist. Hierzu müssen die Lastwagen sowie ein großer Kran in die Nähe des Aufstellungsortes gebracht werden. Aufgrund der Hanglage beengten Verhältnisse ist es fraglich ob dies möglich ist. Herr Haase übernimmt hierfür keine Garantie. Man kann die Containerteile für den Transport zwar in noch kleinere Teile zerlegen, aber das verteuert die Aufstellung.

Auch wird der Durchgang zwischen der westlichen Ecke der Schule und dem Container ziemlich schmal, so dass sowohl die Eltern mit Kinderwägen als auch die Feuerwehr hier Zugangsprobleme bekommen. Zum Legen der Anschlüsse (Abwasser und Strom) muss der Belag des Schulhofs geöffnet werden.

Er befürchtet auch Interessenskonflikte zwischen der Kinderkrippe auf der einen sowie Schule und Mittagsbetreuung auf der anderen Seite.

Insgesamt hält er den Schulhof als Standort für ungeeignet.

Die Kosten für die Aufstellung des Containers schätzt Herr Haase auf Schulhof auf 30000EUR und auf dem Gebiet südlich des Pfarrhauses (im folgenden Text „Wiese“ genannt) sowie auf dem Grundstück Hauptstraße 50 (im folgenden Text „HS 50“ genannt) auf ca. 15000EUR.

Beide alternativen Standorte findet er geeigneter als den Schulhof und gibt HS 50 den Vorzug, da hier die Anfahrt mit dem Auto und der Zugang mit dem Kinderwagen einfacher ist.

Nach diesen ausführlichen Informationen wiederholte Frau Engert, dass auch die Kindergartenfachaufsicht Bedenken bezüglich der Aufstellung auf dem Schulhof äußerte.

Anschließend erklärte ein Vertreter des Elternbeirats, dass auch der Elternbeirat von dieser Standortwahl nicht begeistert war, aber die Entscheidung schließlich dem Gemeinderat obliegt.

Von Seiten der UBE wurde erwähnt, dass sie nach wie vor gegen den Schulhof als Standort sind.

Zum Abschluss des Außentermins ging die ganze Gesellschaft noch zur Wiese um auch diese in Augenschein zu nehmen.

 

Dann folgte der Rückweg zum Sitzungssaal.

Im Sitzungssaal wurde zunächst das Protokoll vom 01.07.2013 mit 6 zu 1 Stimmen genehmigt.

Frau Engert erklärte dann, dass der zunächst angekündigte TOP 2 zurückgestellt wird.

Friedhof (Handlauf an der Treppe zur Hilfestellung für Menschen mit Gehbehinderung und aufgelassene Gräber mit Ortseinsicht am Friedhof)

zurückgestellt

Bauanträge

Antrag auf Änderung zum Bau einer Gewerbehalle

Geht von Seiten der Verwaltung in Ordnung. Den Gemeinderäten zur Kenntnis.

Kein Beschluss notwendig

Bauantrag zum Bau einer Doppelgarage

Benötigte Unterschriften lagen vor

Ein Gemeinderat durfte nicht mitstimmen, da er involviert ist.

Beschluss: Einstimmig genehmigt

Antrag ein Untergeschoss zu einer zweiten Wohnung umzubauen

Ein Gemeinderat durfte nicht mitstimmen, da er involviert ist.

Beschluss: Einstimmig genehmigt

Antrag auf Bau einer Garage

Geht von Seiten der Verwaltung in Ordnung. Den Gemeinderäten zur Kenntnis.

Kein Beschluss notwendig

Antrag auf Befreiung vom Bebauungsplan beim Neubau einer Lagerhalle

Gemäß Bebauungsplan sind links und rechts am Grundstück Pflanzstreifen anzulegen. Der Bauherr bot an, statt dieser Streifen, die für ihn schwer zu pflegen und für die Nutzung des Grundstücks ungünstig sind, andere Stellen auf dem Gelände zu bepflanzen.

Frau Engert erklärte aus, dass es von dieser Regelung bisher noch keine Befreiung gab.

In der anschließenden Diskussion gab es skeptische Stimmen, insbesondere von Seiten der CSU und der WV, bezüglich der Schaffung eines Präzedenzfalls für eine solche Befreiung. Für die Annahme jedoch sprach, dass das Gelände von einem größeren Betrieb verwendet werden soll und die Ansiedelung von Gewerbetreibenden gut für den Ort ist.

Mit der Auflage, dass die vom Grundstückseigentümer vorgeschlagene Ersatzbepflanzung realisiert wird, stimmte der Ausschuss dann aber mit 6 zu 2 Stimmen zu.

Mit Tag(s) versehen: , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: